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Apropos Handschrift:

22. September 2006 von LeisureLorence

Meine saugt.

Man kann es nicht anders sagen.

Es fängt schon bei der Haltung an: Ich halte den Füller in etwa so wie ein Linkshänder, nur dass ich Rechtshänder bin. Soll heißen, ich verschmiere beim Schreiben das gerade Geschriebene mit meinem Handballen. Diese Haltung ist natürlich so verkrampft, dass ich nach kürzester Zeit Handkrämpfe kriege. Mehr als 1000 Wörter konnte ich nie in einer Klausur schreiben, weil einfach der »Muskel zu machte«, wie Loddar sagen würde. Die Schrift selber sieht auch genauso aus, wie man es von der verkrampften Klaue erwartet. Ungleichmäßig und irgendwie seltsam. Mein kleines n am Wortende sieht so aus: _ Mein m: __ Man stelle sich die Freude meiner Deutschlehrer vor, mein »einen« von »einem« unterscheiden zu dürfen.

Wieso dieses ins Rampenlicht Stellen persönlicher Befindlichkeiten ohne Nährwert für den Leser?

Weil ich meiner Freude darüber Ausruck verleihen möchte, mich jetzt ein bis zwei Wochen mit dieser Handschrift vergnügen zu dürfen. Denn ich bemerkte heute an meinem Laptop einen Ermüdungsriss am Scharnier. Heute kein Thema, aber in einem halben Jahr fällt mir der Monitor einfach nach hinten. Dann werde ich aber keine Garantie mehr haben. Also darf ich einen an sich funktionsfähigen Laptop einschicken. Wahrscheinlich wird man ihn mir, so wie er ist, zurückschicken. Aber trotzdem durfte ich den heutigen Tag dem vollen Programm widmen: Daten sichern, mit der Service-Hotline plauschen.

Allein die Nummer herauszufinden war ein köstlich Ding. Die auf dem Garantieschein war abgeschaltet, auf der Homepage des Herstellers musste man erstmal die Seriennummer eingeben, um überhaupt eine Nummer ausgeworfen zu bekommen. Neben der Nummer stand: 0,24 ct/min.

Das erste, was ich hörte, als ich Nummer gewählt hatte war: »Ihr Anruf kostet 2 Euro die Minute«.

Da kommt der Spaß von ganz alleine.

Wenn ich also in nächster Zeit etwas weniger online bin und auch (noch) weniger poste als ohnehin schon: Seht es mir bitte nach. Ich werde in der Bibliothek sitzen, meine Hand massieren und mich selbst bemitleiden.

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