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Göttingen, 14.10.06

14. Oktober 2006 von LeisureLorence

Ja Vogelus, alte Wursthaut!

Dank, Dank, Dank, dass ich zumindest einmal in meinem Leben, wenn auch nur im Traum eines anderen, die Rolle eines gefeierten Musikanten einnehmen durfte. Allerdings habe ich es auch verdient, schließlich war ich derjenige, der geprobt hat, während du dich mit dem Verspeisen von Lotusblüten begnügtest. Die Tour eines mönchsbekutteten Bongospielers durch Liechtenstein gefällt mir soviel besser als meine wirklichen Erfahrungen als Musikus, dass ich diese bei erster Gelegenheit durch jene überspielen lassen werde. Mit „bei erster Gelegenheit“ meine ich natürlich, wenn die Neuro-Technik soweit ist, „Cypher“-, „Paycheck“-, „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“-, „Total Recall“ – Style. Der Bongospieler-Traum überdeckte dann folgende Traumata:

Zum einen ein Auftritt in der zum Schulfest von meiner 6. Klasse organisierten „Mini-Playback-Show“ als der Keyboarder einer namenlosen Gruppe, die des Glaubens war, Achim Reichels Ringelnatz-Vergewaltigung „Kuddeldaddeldu“ ‚performen’ zu müssen. Mit Hemd, Fliege, Sonnenbrille und der Opamütze meines Opas. Bis heute hat den Haag mich nicht gefunden.

Zum anderen der an sich respektable 4. Platz in einem Keyboard-Wettbewerb für Fortgeschrittene, der mir nur dadurch madig gemacht wurde, dass die Siegerin 8 Jahre jünger war als ich. Von diesem Tag an vermisste mein Keyboardlehrer völlig richtig jeglichen Elan in meinem Spiel und war mit Recht enttäuscht. Hatten er und seine Band es doch immerhin mit ihren einfühlsam auf plattdeutsch vorgetragenen Songs bis in Kalkofes „Mattscheibe“ geschafft.

Naja, letztendlich ist die Musik ein viel zu kleiner Ausschnitt meines Lebens, um mir ernstlich schlaflose Nächte zu bereiten. Es bleibt doch schließlich die Lieb–äääh, der Ber–uuhuijuijui, die Famili—eeehem, das Wett-äääh.

»Lacuna GmbH? Hier Läscher. Einmal Format c:, bitte!“

Dein Läscher

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