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Nach unten

trotz internetanschluss.

4. Oktober 2006 von herr vogel

Wenn ich über Wohnungssuche eins gelernt habe, dann dass es immer gute Gründe für gewisse Umstände gibt. So auch gestern: Wohnungsbesichtigung in der Josefstädter Straße, Uni-Nähe, zentral gelegen und dafür eigentlich gar nicht mal so teuer. Termin um 18 Uhr, „2. Stock“ heißt es durch die Sprechanlage. Oben angekommen und ohne Hallo: „Die Zimmer sind nur an Frauen zu vergeben“ – „Keine Sorge, ich bin nur der Fremdenführer, darf ich trotzdem mit reinkommen?“ – Durfte ich. Dort warteten schon mehrere Parteien, die sich die beiden besagten Zimmer anschauen sollten.
„Ich habe euch alle zeitgleich hierher bestellt, weil man sich kennen lernen soll in einer WG und da muss man sich halt auf Anhieb sympathisch sein“, sagte die mir auf Anhieb unsympathische Gastgeberin. Dann folgte auch schon die erste Frage nach der Höhe der Betriebskosten. „Ja, da hat es ein Missverständnis gegeben“ – Miete und Nebenkosten wären insgesamt über 400 Euro anstatt maximal 350. Und irgendwie waren über 400 Euro für ein unmöbliertes Durchgangszimmer dann entschieden zu teuer. Und gegen Männer schien die Gute auch was zu haben. Auf jeden Fall war das große Treffen der Anwärterinnen, welches mit einer großen Rede begann und mit einer ernüchternden Erkenntnis weiterging nach geschätzten zwei Minuten beendet. Und die Gastgeberin war wieder alleine, oder besser: immer noch alleine: Nach vier Wochen noch keine Mitbewohner gefunden. Wie gesagt: Gute Gründe.

Eine Reaktion zu “trotz internetanschluss.”

  1. Nachtfalke

    Na ja, um diese Zeit ist´s halt schwierig, noch eine gute WG in der Uni-Nähe zu bekommen.
    Schon mal wo anderes probiert?!? (Meine natürlich nicht die Aussen-Bezirke.)