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wien, der 12. oktober 2006.

12. Oktober 2006 von herr vogel

Lieber Läscher,

Hiermit der Auftakt zum Briefwechsel, weil die ICQ-Gespräche derzeit fehlen („Glocken lügen nicht!“) und sowieso alle coolen Menschen einen Briefwechsel mit anderen coolen Menschen unterhielten. Später wird das dann in Buchform erscheinen und erstaunte Leser werden sich fragen „Oh die kannten sich? Ist ja der Wahnsinn!“…

Zum Auftakt direkt mal was Surreales, ich hab nämlich von dir geträumt. Keine Sorge, nichts anzügliches oder homoerotisches, sondern eher regulär-schräg im gewöhnlichen Traum-Sinne. Das Setting, also quasi die Vorgeschichte zum eigentlichen Traum gestern war folgendermaßen: Wir beide reisten als semiprofessionelles Bongo-Trommler-Duo durch Liechtenstein – und wir hatten auch lässige Kutten und ich für meinen Teil war die ganze Zeit bekifft.
Und darauf folgte dann mein wiederkehrender Traum von der Angst vorm Versagen. Träume, in denen ich ein absolut untalentierter Musiker bin, der irgendwo auftreten soll und dann immer kurz vorher wegrennt. Als Sänger einer Metal/Klassik-Schülerband habe ich 12 Bandmitglieder kurz vor dem ersten Auftritt hängen lassen, weil ich (dann ärztlich attestiert) einfach nicht singen kann. Als Keyboarder einer Popband, die auf einer Waldbühne vor einem 20-Mann-Publikum spielte habe ich immerhin einen Song durchgehalten – und mich dann im Wald verkrochen, weil die Bandmitglieder meine Keyboard-Unkenntnis durchschauten. Auf jeden Fall hab ich gestern Dich im Stich gelassen, denn: Ich kann auch nicht Bongo-Trommeln.

Was diese Träume jetzt bedeuten ist mir ehrlich gesagt relativ egal. Ich glaube zwar daran, dass man in Träumen seinen Alltag verarbeitet, jedoch nicht daran, dass dies auch etwas zu bedeuten hat.

Dennoch bitte ich vielmals um Entschuldigung, denn du hast dann alleine auftreten müssen. Wie du dich geschlagen hast kann ich leider nicht berichten, denn ich bin aufgewacht und habe diesen Brief geschrieben – wahrscheinlich lässt du dich gerade von den Bongo-Trommler-Fans in Liechtenstein feiern. Es sei dir gegönnt.

Dein Vogel.

2 Reaktionen zu “wien, der 12. oktober 2006.”

  1. Nachtfalke

    Amüsanter Traum, …
    … ach verdammt noch mal, musst Du schon wieder ein Musik-Thema bloggen. Ist ja nicht zum aushalten! ;-)

    back to the topic: Na, wenigstens träumst Du nur von Läscher, ich hatte vor einiger Zeit das Vergnügen, über einen der grössten Massenmörder der Menschheit zu »träumen«. (Kein Scherz!)

  2. Nachtfalke

    Nachtrag:

    Irgendwie scheine ich immer wieder Euren Blog zu missbrauchen, persönliche Erlebnisse oder sonst irgend etwas hier reinzuschreiben.
    Bitte habt Nachsicht, … meine Zeilen wollen doch auch nur gelesen werden. ;-)