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New Atheism

25. November 2006 von LeisureLorence

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Picture by Colin Gregory Palmer under CreativeCommons

Zu dem, was Papst Benedikt unter »Gift des Relativismus« verstand, gehört auch, dass der Atheist heute eigentlich nur als Agnostiker auftritt. Wer möchte schon andere Leute in ihrem Glauben beleidigen. Die letzten, die mit »Religion ist Gift!« um die Häuser zogen, waren die Kommunisten, die das Kreuz von der Wand rissen und dafür am selben Nagel das Stalinbild aufhängten. Niemand möchte sich heute in dieser Tradition verstehen.

Doch bereits Douglas Adams hat diese Haltung als Feigheit davor angeprangert. Das war vor 9/11. Seitdem hat eine Gruppierung starken Zulauf, die ganz nach dem Motto »Druck erzeugt Gegendruck« einen fanatisierten, fundamentalistischen »neuen« Atheismus vertritt. Dieser Atheismus krankt zum einen an seinem inneren Widerspruch, ein auf Wissenschaft basiertes Weltbild apodiktisch zu vertreten, zum anderen daran, dass sich mit »Es gibt keinen Gott!« nicht die Nestwärme der Religionsgemeinschaft imitieren lässt. Das ergibt Rekrutierungsprobleme, vor allem, wenn auch noch Borniertheit in Spiel kommt: »Atheists are predominant among the ›upper 5 percent,‹ he says. ›Where we’re lagging is among the lower 95 percent’« (Quelle).
Das alles fängt der WIRED-Artikel, den ich euch hier an Herz legen möchte, schön ausführlich ein und lässt dabei die drei führenden Vertreter des New Atheism zu Wort kommen.

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