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chuck klosterman.

31. Dezember 2006 von herr vogel

Falls man sich nicht an diesen Eintrag erinnert, kann man sich jetzt durchaus fragen: Who is Chuck Klosterman?? Oder man schaut einfach hier nach. Aber um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: ANYWAY. Gerade habe ich Klostermans drittes Buch Killing Yourself to Live: 85% of a True Story ausgelesen, und mich nicht nur prima amüsiert ( »an enjoyable read«), sondern mich mehr als ein Mal darin wiedergefunden. Geschieht selten, aber dennoch. Einerseits aufgrund von dem, was er schreibt, aber viel mehr aufgrund von dem, was er darstellt. Killing Yourself to Live hat keinen Punkt. Keine belehrende Moral, nichts dergleichen. Es ist ein Road Trip mit einem Typ, der Dope raucht und über Rockmusik redet.

So kam in meinem Freundeskreis wiedermal die Frage auf, wo wir uns eigentlich in zehn Jahren sehen. Ich habe darauf keine Antwort. Nicht weil es cool ist, darauf keine Antwort zu wissen, sondern weil ich einfach keine habe. Selten war mir weniger klar, ob ich so weitermache wie bisher und hoffe, dass dabei etwas Miete-zahlendes rumkommt, oder ob ich statt dessen lieber Maurer oder Hausmeister werde. Oder BWL studiere. Irgendwie ist das doch alles das Gleiche. ANYWAY. Ich habe keine Idole und nur wenige Vorbilder, aber irgendwie möchte ich in zehn Jahren eine Art Chuck Klosterman sein: Ein egozentrischer Journalist, der narzisstische non-fiction Bücher schreibt. Gut, auf die Idee kam ich auch schon vorher, aber Chuck Klosterman beweist, dass man davon leben kann – und fragt sich zurecht, ob es überhaupt ein richtiger Job ist, über seine Post zu schreiben.

Ja, das wäre meine Strandbar in der Karibik. Fick dich, Maurerlehre. Fick dich, Identitätskrise. Vorsatz für’s neue Jahr: Mehr schreiben, konzentrierter schreiben. Und vielleicht mir selbst weniger auf den Sack gehen.

ps
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Im Rahmen von Killing Yourself to Live findet sich auch ein Auszug aus Chuck Klosterman IV, einer Artikel- und Kolumnensammlung (nein, nicht wie Sarah Kuttner, um Himmels Willen). Der Esquire-Artikel »Bending Spoons with Britney Spears« erschien im November 2003 und wurde dankenswerterweise für alle Ewigkeiten archiviert. Mit persönlicher Leseempfehlung von mir (na wenn das nix ist).

5 Reaktionen zu “chuck klosterman.”

  1. frau mona

    ANYWAY…oh sie haben meinen wortschatz schon aufgenommen,da fehlt nur noch ein et loift in den kommenden blog-einträgen!
    ich habe sogar ein neues wort für das neue jahr,dass in den eingerosteten wortschatz aufgenommen wurde,aber DAS erfahren sie erst in wien!

  2. Nachtfalke

    … apropos buch … wann gibt´s mal was von Dir in diese Richtung. Immer nur hier auf die Einträge zu warten, des is jo fad!

  3. vogel

    Es tut mir sehr leid, dass Dir fad ist.

  4. Nachtfalke

    Schön langsam kannst Dir auch einen anderen Satz einfallen lassen.

  5. vogel

    …es tut mir sehr leid, dass Dir fad ist.