Die Brigade | blog-briga.de

feel free to masturbate
Nach unten

Samsung d900 – Ein Erfahrungsbericht relevanten Ausmaßes

21. Februar 2007 von LeisureLorence

Nach vier Jahren Siemens war ein Wechsel unausweichlich, da es keine neuen Modelle gibt. Ich schaute meinem S65 mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach. Denn einerseits hatte ich mich doch an die Bedienung gewöhnt, andererseits aber war ich mit dem S65 bei weitem nicht mehr so zufrieden gewesen wie mit dem c55, da letzteres aufgrund des viel zu großen Displays als ein Backstein daherkam, der zwar viel Schnickschnack in sich barg, aber leider Wünschenswerten wie mp3-Unterstützung missen ließ und auch keine allzu lange Akkulaufzeit hatte.

Mein nächstes Handy sollte handlicher sein, so war mein Vorsatz. Ich ging davon aus, dass sich Klapphandys schnell abnutzen und wollte deshalb ein Schiebehandy. In meiner Preisklasse fand ich das Samsung d900 und griff zu.

Handlich ist mein neuer ständiger Begleiter auch wirklich, allerdings gibt es dann auch keine adäquaten Hüllen.

Positiv fiel auf, dass USB-Übertragungskabel und Headset direkt dabei waren. Siemens musste man für diese Extras einen Rohdiamanten von der Größe eines Taubeneis ins Haus schicken.

Die mitgelieferte Software für den Rechner funktionierte sehr viel unaufwendiger als noch beim Siemens. Übertragung von Musik – die man sich mit der Software direkt zurechtschneiden kann – Bildern usw. funktioniert reibungslos, WIE ES EIGENTLICH SELBSTVERSTÄNDLICH SEIN SOLLTE.

Ausnahme: Die Verwaltung der Nummern ist eine Lotterie. Habe Nummer umgespeichert (was das Handy nicht mitgemacht hat) und dann das Original gelöscht (was das Handy mitgemacht hat). Folge: Die Nummern sind weg. Apropos Nummern: Die Nummern auf der SIM und die im handyeigenen Speicher stehen direkt nebeneinander, sodass man entweder einiges doppelt hat oder sich auf eines beschränken muss. Womit man entweder im Fall SIM-only auf viele Einstellungsmöglichkeiten wie mehrere Nummern für eine Person verzichten muss, oder im Fall von Speicher-only mit runtergelassenen Hosen dasteht, wenn das Telefon rettungslos abschmiert.) Hab mich deshalb zu einer Zwischenlösung entschlossen: Die wichtigsten 10 Nummern habe ich jetzt doppelt. Nervig.

Die Gruppen, in die man seine Einträge einteilen kann, haben deutlich weniger zu bieten als auf dem Siemens. Dafür kann man das meiste wie individuellen Klingelton und Kontaktbild direkt bei den Kontakten eintragen.

Ebenfalls fällt positiv auf, dass man mehrere Alarmzeiten eingeben kann. Dafür gibt es wiederum keine Profile, mit denen man die Grade von »so laut es geht« und »lautlos« ausdifferenzieren kann, allerdings kann man mit einem Tastendruck das Handy auf lautlos stellen.

Bestimmte Optionen sind aus mir unverständlichen Gründen deaktiviert (Tastentöne ausstellen, Tasten mit Anwendungen verknüpfen).

Bisher habe ich keine Möglichkeit gefunden, Extrazeichen wie Frage- und Ausrufezeichen einzutippen, ohne dass ich von T9 auf manuell umstellen muss.

Die Kamera ist einen Click komplizierter als sie sein müsste (vor allem in Anbetracht dessen, dass es eine extra Kamerataste gibt). Dafür gibt es kein künstliches Verschlussgeräusch, Stalkerbilder galore!

Es gibt keine Auswahl an Vibrationsalarmen, der einzig verfügbare ist allerdings okay.

Auf den ersten Blick kann der Akku nicht allzu viel, weshalb sich auch das Display innerhalb von Sekunden abschaltet. Einen schmucken Uhrenbildschirmschoner wie bei Siemens gibt es, nach meinem jetzigen Wissenstand, nicht.

Alle vier Spiele waren reine Demoversionen – gelöscht.

MMS-Vorlagen und bestimmte Töne kann ich nicht löschen, so unnötig sie auch sein mögen.

Fazit: Was die eigenen Einstellungsmöglichkeiten angeht, hatte das Siemens doch die Nase vorn. Aber was das Samsung kann, funktioniert bisher auch gut.

Jetzt, wo ich das wichtigste vorgenommen habe, Partybild als Hintergrund, Flens-Plopp als SMS-Ton und ein gepfiffenes Solo aus »Gui la Testa« (Ehrenoscar für NIO!!!) als Klingelton, fühlt es sich an wie meines.

Den abschließenden Bericht gibt es dann in zwei Jahren!

Kommentarfunktion ist deaktiviert