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I, 10

15. März 2007 von LeisureLorence

Was bisher geschah: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9.

Spätestens jetzt, werte Leser, kann ich es gut verstehen, wenn Ihr mir abhold werdet.

Da habe ich euch einen Dialog angekündigt, der die gegenseitige Zerfleischung zweier geschundener Seelen zeigt und damit die Missstände dieser Welt eindringlich vor Augen führt, anprangert und damit schon zu ihrer Bereinigung einen großen Schritt tut.

Aber, Ihr erratet es sicher schon, Verzögerung und Aufschub kamen mir mal wieder in die Quere. Ich konnte einfach nicht jenen Dialog zwischen mir und Esmeralda so nackt und bloß ausstellen, ohne nicht ein vorheriges, essentielles Gespräch beizugeben, das wir damals in ihrer Wohnung führten.

Doch just, als ich es nachreichen wollte, stellte ich fest, dass seine Darstellung meine bescheidenen Kräfte als Erzähler übersteigt. Was ich mir dagegen zutraute, war die Darstellung dessen, was mein guter Freund Toby, einer der feinsten Kerle, die jemals das Angesicht dieser Erde erblickten, mit Esmeraldas Mitbewohnerinnen redete, während ich das bewusste Gespräch im Zimmer nebenan führte. Wie Ihr sicherlich merktet, musste ich hierbei ein wenig blanke Spekulation walten lassen, denn ich konnte es ja nicht hören und sah nur die Folgen, als ich in die Küche zurückkam. Eine Bildzeitung wird unter aller Garantie nicht in dieser linken Burg herumgelegen haben, Toby wird also etwas anderes gesagt haben.

Tja, und just, gewissermaßen als Treppenwitz der Erzählung, kommt mir die Erleuchtung.

Zu jener Zeit fragte er jede Frau derer er habhaft werden konnte: „Merkst du eigentlich, wenn du deinen Eisprung hast?“

Aber zu spät, zu spät, wieder mal musste ich in meine schwächliche Imagination Zuflucht nehmen, weil mir die Wahrheit nicht einfiel. Und online ist online, das vorherige Kapteil holt kein Mensch mehr in meinen Kopf zurück.

Doch es hilft nichts, die Fäden lassen sich nicht mehr zusammenführen.

Das verlangt eine extreme Reaktion.

Meine lieben Leser, wir fangen noch mal an.

Erinnert Ihr euch noch an Sinje, jene reizend-debile Kantianerin aus Zufall?

Ja?

So schlagt mit dem Kopf auf den Tisch, so hart Ihr könnt!

Erinnert Ihr euch an die drei Motti, das philosophische, das lustige, das kitschige. Ja?

Kopf-Tisch-BUMM-BUMM!

Die herzergreifende Geschichte Arthur Kaufmanns, des wohl aufrechtesten Milchmanns ganz Detmolds?

Wenn ja, ist die Operation geglückt, und nicht nur das Vergangene gelöscht, sondern auch, auf welchen Wegen auch immer, eine Ahnung des Zukünftigen in euch gepflanzt.

Mit solchen Lesern bin ich frohen Mutes ob des Fortgangs dieser Geschichte!

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