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zahlen bitte!

17. April 2007 von herr vogel

Ja, es ist traurig. Irgendwie. Obwohl, wenn man’s sich so überlegt, ist es das eigentlich nicht. Sind zwei Blogs, in denen man nichts schreibt, besser als ein Blog, in dem man nichts schreibt? Sollte man überhaupt Blogs schreiben? Sollte ICH überhaupt Blogs schreiben? Mehrere oder eins, das tut ja mal nichts zur Sache. Und wenn man doch ein Blog schreiben sollte, worüber soll man dann schreiben? Musik? Filme? Befindlichkeiten? Jedenfalls hat damit alles angefangen, im Januar 2005 (Mist, wäre man nur zwei Wochen früher drauf gekommen, könnte man behaupten, man bloggt seit 2004). Diese Befindlichkeiten jedenfalls. Da hat man dann in sein Blog geschrieben was man so mag und was man nicht mag. Oder auch gerade getan hat. Gegessen zum Beispiel, oder fern geschaut. Und ein paar Bekannte haben dann geantwortet. Dass sie das genauso sehen. Dass sie das anders sehen. Oder, dass ich die Schnauze halten soll. Fand ich dann weniger konstruktiv. Aber doch irgendwie nett. »Konstruktiv« ist eh ein Arschloch. Irgendwann hat man dann keine Lust mehr auf Befindlichkeiten. Man kann sich ja auch nicht immer anders finden, man wiederholt sich dann recht oft. Wiederholt sich und wiederholt sich und wiederholt sich. Und dann kommt was neues. Musik zum Beispiel. Hab ich dann gemacht. Hab dann also immer nach tollen neuen Bands gesucht. Hat praktisch nie wer geantwortet. Außer John oder Chantalle, die hier Viagra verkaufen wollten. War ganz witzig. Eine zeitlang. Dann haben mich Verleihe angeschrieben, ich solle doch bitte die und die Band erwähnen, weil das und das Album bald rauskommt. War ganz schmeichelhaft. So am Anfang. Hat man aber auch nix von, hat sich dann rausgestellt. Jetzt schreibe ich sowas hier. Auch toll, auch ein Blog.

Eine Reaktion zu “zahlen bitte!”

  1. Felix

    Hab ich glaub ich schonmal gesagt, aber die blogrealität, wie ich sie verstehe, wurde schon irgendwann in den 90ern von tocotronic treffends beschrieben. nämlich:

    es gibt nur cool und uncool und wie man sich fühlt.
    ES GIBT NUR COOL UND UNCOOL UND WIE MAN SICH FÜHLT.