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Dieses Blog endet hier!

17. September 2007 von LeisureLorence

Vogel und ich haben uns darauf geeinigt, dass der offizielle erste Geburtstag unseres kleinen Blogs, der 17. September, also heute ist.

Vor einem Jahr machten wir uns aus unserer kleinen Filmblognische aus, die große weite virtuelle Welt zu erobern. Etwa 220 Beiträge haben wir in diesem Jahr abgesetzt und beinahe ebensoviele Kommentare erhalten. Das ist nicht schlecht, aber auch nicht berauschend.

Wir haben alles ausprobiert, Metabloggen, Litbloggen, Livebloggen, Musikbloggen und uns auf alles gestürzt, was uns irgendwie interessiert hat. Zwischenzeitlich dachten wir, es sei toll, viele Besucher auf der Seite zu haben und läuteten eine Gugl-Offensive ein. Dann merkten wir, wie lahm das Gugl-Volk ist.

Meine Erfahrungen in diesem Jahr waren vielfältig.

Zum einen hab ich gemerkt, dass das klassische Bloggen, jeden Tag mindestens ein Beitrag, nichts für mich ist. Respekt an alle, die diese Frequenz über Jahre aufrecht erhalten können, ich bin mehr der Typ für einen längeren Text im Monat und das auch nur, wenn ich mich ganz stark zusammenreiße. Insofern musste Vogel einen Großteil der Beiträge stellen.
Massig Besucher bringt Metabloggen, macht aber auf Dauer nicht satt. Ganz ehrlich, ich lese gerne Blogs, knapp 150 sind es aktuell, aber es reicht meistens nichtmal zum Kommentieren, geschweige denn, einen ganzen Beitrag draus zu schnitzen. Und wer nicht selbst kommentiert, bekommt auch keine Kommentare. Das ist die andere Erfahrung, dass das Gugl-Volk größtenteils stumm bleibt und man seine Interaktion zumeist mit anderen Bloggern hat. Man muss sich eine Peergroup aufbauen, mit der man sich Kommentatoren und Leser gewinnt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich dieser Kuschelblogosphäre mit ihren »Stöckchen« nicht viel abgewinnen kann. Aber wenn man nicht mitmacht, soll man auch nicht meckern, dass man keine Leser hat, hypothetischer Imperativ nannte das Kant.

Unser Trick, Leser zu finden, ist Auslagerung. Wir haben versucht, alles, was uns umtreibt, in ein Blog zu stecken, es gab also keinen roten Faden, keinen Anreiz für jemanden, dem etwas gefallen hat, uns in den Reader zu packen. So wird dieses Blog gerade Stück für Stück ausgeschlachtet. Für literarische Ambitionen haben wir ein eigenes Projekt gestemmt, und bis zu 20 Kommentare pro Text geben uns da recht. Es macht einfach mehr Spaß mit Lesern.

Blogs sind auch immer Brain-Backups. Deshalb wollte ich auch immer aufschreiben, was ich lese, was ich für Filme sehe, um davon auch noch in ein paar Jahren gut zu haben. Hier habe ich in die Richtung ein paar kleine Schritte gemacht und mich dann doch dafür entschieden, ein reines Lektüreblog und ein Filmblog zu beginnen.

Letztendlich ist also garnichts mehr für dieses Blog übrig. Daher also der Titel. Das Jahr ist vorbei, die Themen sind ausgelagert. Was hier noch geschieht, wird die Zeit zeigen. Man braucht einen langen Atem zum Bloggen, Vogel und ich haben ihn. Bin gespannt, wo wir in einem Jahr stehen.

3 Reaktionen zu “Dieses Blog endet hier!”

  1. icedsoul

    na da ist meine Wenigkeit aber mal gespannt und erstaunt. Aber aufjedenfall mal alles Gute zum ersten!

  2. DaRow

    Blöd das……auf Russischbrot hab ich schon öfters geschaut, aber durch die geringe Blogfrequenz hats den Sprung Lesezeichen S-leiste nich geschafft, hmmm womit ersetz ich denn jetzt »BB«?

  3. Die Brigade | blog-briga.de » Blog Archiv » Was war. Was ist. Was ist?

    [...] besucht habe.« Der vielzitierte Sky schien the limit. Dann im September nach genau einem Jahr der Schlussstrich. Was war geschehen? Zur Beantwortung dieser Frage, muss ich ein bisschen [...]