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01 / bitburg, 28. dezember 07

28. Dezember 2007 von herr vogel

Ich schiebe meine derzeit vorherrschende Faulheit, sowohl was Texte angeht als auch was Uni-Zeug betrifft, nicht nur auf die Weihnachtszeit, sondern viel mehr auf meine aufkommende Erkältung. Sowas nimmt immer mit, mich zumindest, ungemein. Aber das wird schon, ich bin jetzt schließlich Besitzer eines Moleskine, dem »legendären Notizbuch von Hemingway, Picasso und Chatwin«. Man sieht, ich bin nicht nur großer Freund von catchy Werbesprüchen, sondern bewege mich geistig-künstlerisch schon in der richtigen Nachbarschaft. Auch wenn ich keine Ahnung habe wer Chatwin ist. Aber ich denke, er wird nicht ohne Grund in einem Atemzug mit einer erstklassigen Schauspielerin wie Mariel Hemingway genannt, wie auch Francisco Picasso, immerhin ein ausgezeichneter uruguayanischer Synchronschwimmer.
Ich muss schon sagen, es ist etwas traurig. Ich hatte mich schon unglaublich auf die Geschichten aus der Floridsdorfer Porno-Videothek gefreut. Aber es wäre wohl auch etwas zuviel gewesen, sich so sehr dem Floridsdorfer Leben zu verschreiben. Hunter S. Thompson hatte sich zwar aus ebensolchen Feldversuchsgründen den Hell’s Angels angeschlossen, aber in einer Floridsdorfer Videothek zu arbeiten hätte er sich meiner bescheidenen Einschätzung nach niemals getraut.

Und, Vorschlag: Wir sollten diese wundervollen Briefwechsel veröffentlichen, jawohl! Auf der Brigade!
Ein ebensolches Projekt ist zwar bereits im letzten Jahr mit Kollege Bourbon gescheitert, aber wenn man mal ehrlich ist, er war mir nie ebenbürtig.

Herzlichst,
C.

6 Reaktionen zu “01 / bitburg, 28. dezember 07”

  1. Trotz

    brilliant!

    und überhaupt: wie jetzt? floridsdorf? of wo sich hase und fucks gut nacht sagen fame?

    hmm.

  2. herr vogel

    ja richtig, unsere neue brigaden-gast-autorin lebt und arbeitet dort, aus inspirations- und miete-so-günstig gründen. das könnte sie natürlich auch selbst schreiben, aber brigadenbeiträge hat sie (ich bin mir sicher aus niederträchtigen gründen) noch nie kommentiert

  3. miss f

    bis zum äußersten erschöpftes, ländlich begrenztes datenvolumen zwingen mich erstens gerade in internetlose knie bzw. daher weiters mich heute auch noch kurz fassen zu müssen und nur zu sagen: herr vogel hat teilweise recht. und genug der floridsdorf-hetze, ich weine schon ein bisschen.

  4. Trotz

    Ich gebe zu! ich habe meinen Metropolenentzug ganz freudisch richtung Floridsdorf projeziert!
    mein böse!

  5. miss f

    niederträchtiger grund numero uno: diese geforderten Mathematikfähigkeiten beim verfassen eines Kommentars schrecken zunächst ab.

  6. miss f

    übrigens herr trotz, keinerlei rechtfertigung nötig. floridsdorf neigt sich auch einfach zu gut als projektionsfläche zur Bewältigung von sämtlichen, niederen Sentiments – wie ich selbst nur allzu gut weiß. Vermutlich verhält es sich dabei wie beim eigenen-Eltern-Bashing. Selbst darf man sich ja auslassen über jene bis sich die elterlichen Balken biegen, aber andere sollen mir mit keinem schlechten Worte über meine Erzeuger daher kommen. Bei Floridsdorf und mir ists dann jedoch nicht ganz so eng zu sehen.