Die Brigade | blog-briga.de

feel free to masturbate
Nach unten

03 / bitburg, 28. dezember 07

28. Dezember 2007 von herr vogel

Liebe Miss F.,
die ersten beiden Briefe sind online, wie Sie bei ihren täglichen Internetaufenthalten vielleicht bemerkt haben. Ich überlege auch gerade, ob ich die werte Anrede wie gerade geschehen vom freundschaftlichen »Du« zum respektvollen »Sie« wechseln soll. Ich bin mir nicht sicher. Ebenso wenig wie mit der Beschreibung dieses Briefwechsels im Brigadenkontext, blog-gangssprachlich auch »Kategorie« genannt. Bisher ist diese mit dem schlichten Arbeitstitel »Bitburg-Wien-Ybbsitz« bezeichnet, doch bin ich jederzeit für davon abweichende Vorschläge ihrerseits/deinerseits offen. Ideen diesbezüglich wären auch: »The Vienna Letters«, »Wien, Texas.« oder »The Floridsdorf Diaries« – was ich hiermit insbesondere als Blogtitel vorschlagen möchte, solltest Du jemals eines schreiben.

Ich halte diesen Schritt, den Briefwechsel öffentlich zu gestalten, bisher für sehr richtig. Allein schon weil er gleich doppeltes Lob von Herrn Trotz (ein Mensch mit vielen Namen) einbrachte. Mit meinem Brigaden-Co-Autor Läscher (auch ein Mensch mit vielen Namen) habe ich diesen Schritt allerdings vorher nicht abgesprochen. Ich hoffe aber, er wird diese Neuerung mit offenen Armen empfangen. (Exkurs: Dazu müsste er allerdings mal wieder online sein; ich möchte hier betonen, dass ich seine Anwesenheit im Internet derzeit schmerzlich vermisse; Exkurs Ende) Ich hoffe auch, dass diese Briefe für den geneigten Leser angenehm zu verfolgen sind. Denn diesem dürfte sicherlich aufgefallen sein, dass es vor diesem Schritt an die Öffentlichkeit ein paar stilistisch und inhaltlich ähnliche Briefe gab, und ich fürchte dass dies in den ersten beiden Briefen zur Folge gehabt haben könnte, dass gewisse Dinge lediglich im Unklaren und Angedeuteten blieben. Wie in etwa meine neuerliche Begeisterung für überzeugende Werbetexte. Oder Deine angestrebte und gleich wieder verworfene Karriere im Videothekenbusiness. Nichtsdestotrotz (was für ein wunderschönes Wort) bin ich zuversichtlich, dass uns diese Andeutungen eher als literarische Finesse angerechnet werden, denn als unzulängliche Informationsvermittlung.
Darüber hinaus sollten wir aber eventuell darüber nachdenken, die Stephansplatz/Vagina-Debatte für die Öffentlichkeit wieder aufzurollen.

Ich hoffe dies ist in Deinem Sinne, wie auch der gewählte Name »Miss Flanders«. Herzlichst,
C.

3 Reaktionen zu “03 / bitburg, 28. dezember 07”

  1. Trotz

    stephansplatz/vagina- debatte?

    das ist die mutter aller teaser! ich bin begeistert. aber dazu neige ich ja von natur aus. zum beispiel erfreuen mich alliterationen wie: »um vier bei mir, bier und befindlichkeiten«. von den letzten zwei b-wörtern habe ich nämlich zu wenig.
    bier, weil meine weihnachsplauze mir sorgen macht. und befindlichkeiten, weil der av-club »august rush« scheiße fand. längere geschichte (auch ein teaser. aber mitnichten so groß wie stephansplatz/vagina-debatte. womit wir wieder beim thema wären.)
    das eigentlich thema ist aber: darf man die moldy peaches erst jetzt entdecken? oder was?

    ich glaub ich brauch ein blog. immerhin: ich sage nicht »einen blog«. das qualifiziert mich ja fast schon für ein solches. oder was?

  2. Trotz

    warum ich hier stehe? um mein dank für das tomte-zitat anzumelden.

  3. herr vogel

    ich glaube ich erzähle dir seit jahren, und damit meine ich all die langen jahre die wir uns jetzt kennen, dass du bloggen solltest. und sei es nur wie in meinem fall der einfachen aufgabe geschuldet, am schreiben zu bleiben. wenn ich mich richtig erinnere, hat auch der läscher mal angefragt, ob du nicht bei der brigade einsteigen möchtest. einzige voraussetzung wären die neuen brigadenrichtlinien: kein meta-blogging. und man muss »ein blog« sagen, statt »einen blog«. ich denke, du hast die besten voraussetzungen