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es ist egal, aber

5. Januar 2008 von herr vogel

Der Wassertrinker erstellt wahrscheinlich gerade mit seiner überaus liebenswerten Schwester die jährlichen Jahrescharts im Hause Nils. So richtig mit Punkten und System und allem, und am Ende haben sie eine schmucke Liste zusammen, ganz gemeinschaftlich. Ich find das toll. Sollten wir in der WG auch machen, nur der Trotz und ich würden Stunden, wenn nicht Tage oder Wochen damit zubringen uns irgendwie zu einigen – und am Ende nur wieder über »Dani California« streiten. Aber ich bin da trotzdem sehr motiviert, Inspiration könnte man sich zum Beispiel bei den Herren von FM4 (und in den Kommentaren) holen. Dennoch – und so haben wir bei einem nächtlichen Spaziergang neulich vom Gönner Richtung Heimat gemerkt – würde man immer das Gefühl haben, irgendwas zu vergessen. Auch dürfte da niemand dabei sein: die Heimatspaziergangscrew von besagtem Heimatspaziergang versuchte merklich verzweifelt, das Thema weg von Jahrescharts über Konzerte, Singles, Alben und damit zusammenhängenden erinnerungswürdigen Momenten zu lenken. Um sich nicht Fragen zu widmen wie: War 2007 ein gutes Jahr für Indie? Sind wir noch Indiekinder, wie damals, die Klasse von 2003? Oder 2004? Eben jenen Fragen, die die Welt bewegen. Oder auch nicht. Oder nur unsere. Oder nur meine. Da gibt’s an so viel zu denken. Alben und Konzerte von Maximo Park, Tocotronic, Locas in Love, Jamie T., Feist, Mando Diao und natürlich den Arctic Monkeys (natürlich den Arctic Monkeys) und absolute Hits von Kanye West, Tunng oder den Wombats. Und was ist mit den Arcade Fires, Babyshambles´ und Beiruts dieser Welt. Und überhaupt: Ed Banger! Justice! DJ Mehdi! Dazu natürlich Holy Fuck! Jens Lekman vielleicht? Pigeon Detectives hatten auch zwei gute Hits. Und zählt das Daft Punk Livealbum? Und dann müsste man natürlich noch die Bands, Songs und Alben berücksichtigen, die zwar nicht von 2007 sind, die man aber in diesem Jahr (wieder)entdeckt hat. Darauf basiert das Nils’sche Familienranking übrigens, wäre also auch von da geklaut. Dennoch spontan im Kopf: Joy Division, größte persönliche Wiederentdeckung überhaupt. Lassie Singers. Blonde on Blonde. Sounds of Silence. Verdammt, das wird was. Wäre was. Wenn ich’s denn mache. Eine Zusammenstellung mit dem Trotz gemeinsam sei hiermit aufgegeben, denn ich wäre schon froh, ich könnte meine Liste halbwegs zusammenkratzen. Ich meld mich dann wieder.

UPDATE: Da dann.

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