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Fury schmeckt!

24. April 2008 von Johnny Trotz

Man mag es nicht glauben, aber mein fonzieeskes je ne sais quoi wird durch eine Phobie geschmälert. Namentlich: Equinophobie. Die Angst vor Pferden.

Das schmälert natürlich auch mein mediales Selbstverständnis: So ist es mir z.B. nicht möglich, Mister Ed, Fury, oder diesen Pferderennfilm mit Tobey Maguire ohne Schweissausbrüche anzusehen. In der Tat ist der einzige Film, in dem ich die Anwesenheit von Pferden zu akzeptieren im Stande bin Der Pate. Der Pferdekopf im Bett des Filmproduzenten – wir erinnern uns alle.

Aber Pferdeköpfe sind selten in der urbanen Parallelgesellschaft, in der ich mich bewege. Seltener zumindest als echte Pferde in aller ihrer schnaubenden, übermannsgroßen, behuften Fürchterlichkeit. Jedoch, das kann ich voller Stolz behaupten, habe ich eine Lösung gefunden, die mich auf lange Sicht von meiner Phobie befreien sollte, eine Lösung, die nicht nur effizient, sondern auch äusserst köstlich ist: Pferdeleberkäs.

Fantastisch fest-leichtes Fleisch, würzig zum im Boden versinken, und günstig noch dazu. Mein Plan ist also folgender: Ich esse solange Pferd, bis es mir nicht mehr schmeckt, dann kann ich jedem Pferd – ob nun Prschewalski, Haflinger, Lippizaner oder Araber – mit der selbstsicheren Gewissheit, dass ich ihren Onkel gegessen habe und er köstlich war, entgegentreten. Und schon sollte die Pferdeangst vorüber sein.

Vorsichtshalber sollte ich aber mit einem Shetlandpony anfangen – sicher ist sicher.

5 Reaktionen zu “Fury schmeckt!”

  1. miss f

    diese werte haben mich wohl nachhaltig beeinflusst. anders kann ich mir meine verschäfte, pferdig fokkussierte wahrnehmung heute nicht erklären. Laut Falter bringen die jährlich 5000 reitende hanni und nannis ins krankenhaus.
    Gibt es eigentlich Pferderassen die sich zum verwursten weniger eignen als andere, so wie bei Rindern? Ich seh schon, ich werde dr. mitbewohner fragen müssen. Ein Buchtipp an dieser stelle (es muss sich um ein existentialistisch-philosophisches werk handeln): »Welches Pferd für welchen Reiter?«

  2. Worldtrade

    NA ja mein Geschmack ist dieses Fleisch nicht. Oder wem Schmeckt eine Rosswurst auf dem Rossmarkt. Mir nicht.

  3. herr vogel

    Court room. Closing arguments of the horse meat case.

    MR DALEY’S ATTORNEY: Decent people don’t eat horses. Sure you can talk about the cows, and the pigs, and the chickens, and the hypocrisy of it all, and cry why should horses be different? But they are different. They are companion animals and they are different. If you ever stood up close to a horse, it’s a proud animal. It’s an animal seemingly with a capacity for integrity, with a capacity for not only serving mankind, but oddly, wanting to. And there’s a dignity about them. A dignity. We should at least honor that in the end.

    JOHN CAGE: This case isn’t about horses, it’s about people. This person over here is suing this person over here. It’s people. And people eat animals. You might not like it, but the Constitution doesn’t start off »We the Horses«. Animals don’t get rights. We’re not expected to rise to some level of decency when it comes to livestock. Not expected to have feelings for them and why should we? They taste good. This thing about decency, you have to stop it. Because next, they’ll go after the hamburger. If you attack horse meat on grounds of decency, I promise you, the hamburger will be next. It would be unavoidable. Because if you’ve ever been in a slaughter house if you’ve seen what happens to those cows, you’d know that decency will spell the end of an American institution, and the sausage will be next. And then the chicken wing. We the People eat animals. And we’re not decent about it. My client is human, he’s also American, and in this country we have another credo which is innate to us all, as long as folks keep consuming it, don’t blame the guy who serves it up! Plaintiff’s counsel says we should allow the horse to keep his dignity in the end. We’re human beings.
    (takes out a bottle from his jacket inside pocket)
    This is glue.
    (leaves the bottle in front of the jury and sits down).

    Wundervolle Schlussplädoyers aus der Ally-McBeal-Folge »They Eat Horses, Don’t They?« (komplettes Transcript)

  4. Johnny Trotz

    ich war ja noch nie auf dem rossmarkt. aber ich glab da muss ich hin.

  5. miss f

    da wo ich herkomme, der markante ort mit y., also in der gegend gibt es fast in allen umliegenden orten »das fest der pferde«. ich war da mal mit 12 oder so. da bin ich auf einem pony im kreis geritten. hab mir viele stolze hinterbacken anschauen können und der höhepunkt war, als ein motorradfahrer gegen einen wagen mit einem pferd und einem jockey drauf angetreten ist und alle bitter enttäuscht waren, dass das pferd langsamer war.