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Stuck in Wholesome Prison

9. Juli 2008 von Johnny Trotz

Das hat man davon! Nur ein bisschen über die eigenen pekuniären Verhältnisse hinaus bei Amazon der Bibliomanie gefrönt, und schon fehlen einem die Kohlen um für ein paar Tage nach Hause zurückzukehren – bevor einen Sigur Rós nach Zürich locken. Spätestens hier sollte ich von dem allgemein klingenden »man/einen« zum bedeutend persönlicherem »ich/mich« wechseln. Man verzichtet aber darauf. Denn die Ex-Stadt München zeigt einem momentan ihre Sonnenseiten, und das trotz des kühlen Wetters. Zugegeben, man ist hier mehr als in Wien ein Shut-In, aber spät begonnenen Kneipen- und Tankentouren durch das vormals so formidable Glockenbachviertel, charmant-verronene Fuck-Buddies, die immer noch mit einem sprechen (Anm. d. Red: der Plural führt hier in die Irre) und geschobene Fahrradtouren durch das Münchner Outback machen das Hiersein überaus angenehm.

Ja, mir trenzt Zen aus beiden Ohren.

Allerdings habe ich letztens nach zehn Minuten Fangsti vor Anstrengung gekotzt. Und mich quält nach drei Tagen immer noch feliner Muskelschmerz. Das nagt an meinem Ego. Sehr. Ich glaube, ich muss mehr Sport machen. Oder keinen Sport mehr machen (nie).

Momentan neige ich zu Letzterem.

Dogmatisches Gegen-Sport-Sein passt ja ohnehin zu meiner Mischung aus fatalistischer Selbstverneinung und grenzenloser Egomanie.

Mens sana in corpore sano – my ass.

Eine Reaktion zu “Stuck in Wholesome Prison”

  1. miss f

    ich mag dein vokabular. und zu kohlen hab ich ein Uefa 2008-zitat live aus der s-bahn: »bei sieg gegen polen gibt’s wieder kohlen.«