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Feel Free to Masturbate: GV-Briefwechsel ohne Fummeln. (5)

5. August 2008 von Johnny Trotz

Miss F.:

Danke.
Ihr Talent, mir die Welt zu erklären, beeindruckt mich nachhaltig. In der Tat scheint mir Is This It? die optimale GV-Länge zu sein. Soundtracks sind allgemein ein weites – aber immens wichtiges – Feld. In diesem Zusammenhang fällt mir Chuck Klosterman, der Hunter S. Thompson der Generation Heute, ein (siehe auch: „It‘s like the Sixties, but with less hope“ – ShortBus). Naja, Herr Klosterman meinte, ein sicheres Zeichen dafür, dass man dann ein Drogenproblem entwickelt hat, sei es, dass einem die CD, auf der man die Drogen anrichtet/mischt/zubereitet, vollkommen egal ist.
Vielleicht sollte auch bei der Auswahl der Sex-Muzak mangelndes Kümmern als Negativzeichen gesehen werden. Ich meine mich diesbetrefflich zu erinnern, dass bestimmt ein Jahr lang die Sunny Side Up Vol. 4 diese Funktion erfüllte. Auch wenn Stereo Totals „L‘amour à trois“ mich vielleicht im Lichte des ewig Unzufriedenen erscheinen lässt.
Würde ich meinem Drang zur Selbst-Interpretation Gehör schenken, so müsste ich feststellen, dass mich alle meine Musik fünf Faden tief langweilt, und dass das vielleicht auch etwas mit meiner GV-Verdrossenheit zu tun hat, bzw. Parallelen aufweist. Gegen derart freche Behauptungen dahergelaufener Arschlöcher wehre ich mich natürlich mit Händen und Füßen.
Knietief falsch – ja anti-richtig – wäre es, zu behaupten, dass ich mich jahrelang mit einer bestimmten Thematik beschäftigt habe; überzeugt war, ein Spezialist darin zu sein, jedes Gespräch in eben diese Richtung gelenkt habe und eines nachts schwitzend in meiner rhythmischen Bewegung innehielt und mich fragte, warum ich eigentlich gerade tanzte. Oder vögelte.
Obwohl: Die neue Conor Oberst ist echt gut.

Hochverehrend:
Johnny S. Trotz.

4 Reaktionen zu “Feel Free to Masturbate: GV-Briefwechsel ohne Fummeln. (5)”

  1. Chrischel

    oha,bitte mal näher auf die parallelität von tanzen und vögeln eingehen..hilft mir das vielleicht bei der auswahl meiner sexualpartner? Ist die »Standard«-Tänzerin eine sichere aber vermutlich doch recht »uninnovative« Bank? Ode rdoch lieber diese zappelnde Dame, die selbiges »Abgehen auf die fette Mucke« nennt, dafür aber auch im Bett die Sau rauslässt?

    Argh, brauche das mal bitte erörtert…*knarz*…

  2. miss f

    Danke auch für das fragezeichen! die strokes wollten auch, hatten aber damals nicht den mut (aus coolnessgründen) und es daraufhin weggelassen.

    bitte erste wetten abschließen: wie lange kann miss f. noch glaubhaft strokes-hints in ihren antworten unterbringen, und wann muss sie unausweichlich auf andere, z.b. Art Brut ausweichen?

  3. herr vogel

    Ich find »GV« klingt wie eine Krankheit. Kann man ja direkt »homosexuell« zu schwul und lesbisch sagen!

  4. LMB

    Hallo!

    »GV« ist toll. Also das Akronym. Es ist ein wenig brüde – zugegeben – aber die häufige Verwendung ändert diverse Konnotationen – außerdem ist eine gewisse Nähe zu »LV« nicht abzustreiten, was uns zu »unisex« führt, etc. pp. pp. pp.
    Genug. Das Gefühl, dass Johnny ein wenig abschweift, beschleicht mich. Und zu Tanzen muss man sagen: nein. Das alte Gerücht »dumm fickt gut« musste ich auf empirische Weise als reines Gerücht entlarven, ebenso verhält es sich – meiner Meinung nach – beim Tanzen, obwohl Tendenzen (Ten-dancen) erkennbar sein können. Anders die Musikverdrossenheit – eindeutig Parallelen… oder auch nicht.

    Herr Trotz, das ist wirklich ein zu weites Feld – hat Effi vielleicht auch etwas damit zu tun?