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Brigade im Exil: Venedig (finito)

10. Oktober 2008 von Johnny Trotz

Der Übergang von Österreich nach Italien war erschreckend fließend. Wahlplakate von Faschos, dann die Alpen, dann wieder Wahlplakate von Faschos. Und ob man nun einen Vorarlberger nicht versteht oder einen Venezianer bleibt sich eigentlich auch wurscht.

Aber: Ich war Tourist. Schamlos den Canal Grande geilfinden, auf dem Vaporetto seekrank werden, früh aufstehen zwecks Sonnenaufgang, Cannelunghi fressen, Rotwein aus großen Gläsern trinken, das hatte schon was.

Natürlich kann man im J-Wagen auf der Josefstädter nicht seekrank werden, aber man könnte doch auch mal den Stephansdom photographieren, in die Gruften lugen oder Saugfischen im Haus des Meeres gegen die Näbel klopfen.

Nur: Das können wir nicht. Als zugereiste Geisteswiener müssen wir, um es mit den Worten Frank Lehmanns aus Regeners »Der kleine Bruder« zu sagen Raus aus der Touristenscheiße. Und das ist gut und das ist okay.

Es ist halt Weitergehzwang statt Ausgehzwang.

Und es ist hier daheim zu sein.

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