Die Brigade | blog-briga.de

feel free to masturbate
Nach unten

Archiv der Kategorie 'Ausgedacht'

Isolde und Marijan: Eine irre Geschichte über viel Apfelwein und noch mehr Schiffe. Mit Lesben! (Windmühlen, Kapitel 6)

Donnerstag, den 27. März 2008

Herr Vogel hatte Ideen. Isolde und Marijan war kein gewöhnliches Theaterstück, schon nicht in der Originalfassung eines gewissen Walter von der Apfelwiese aus dem Jahr 1818. Walter von der Apfelwiese fand wohl, es wäre eine lustige Idee, wenn sein erstes und einziges Theaterstück von Apfelwein handeln würde. Apfelwiese, Apfelwein: Walter hatte einen seltsam schlechten Humor. [...]

Apfelwein (Windmühlen, Kapitel 5)

Dienstag, den 25. März 2008

Ich hatte sie sofort erkannt. Das zierliche Gesicht, die tiefschwarzen Haare. Dazu ihr rotes Kleid, von dem ihr Mörder einen abgerissenen Fetzen mit Absicht oder ohne ins Paket gegeben hatte, als wolle er mich daran erinnern, wie wunderschön sie darin ausgesehen hatte. Hatte Anna geahnt, was sie erwartet? Hätte ich es wissen müssen?

Natalias Theater: Zur Ausgangslage einer irren Geschichte über lesbische Liebe und sinkende Schiffe (Windmühlen, Kapitel 4)

Montag, den 17. März 2008

Natalia war nicht zufrieden mit ihrem Theaterstück, sofern man bei diesem groben Entwurf tatsächlich von einem Theaterstück sprechen konnte. Aus Zeitgründen hatte sie bereits mit den Proben beginnen müssen, und das obwohl der Theatertext gerade halbfertig war und ihr Dramaturg vor kurzem das Weite gesucht hatte. »Ich wünschte, dieser Arsch wäre tot«, schimpfte Natalia auf [...]

AA

Freitag, den 14. März 2008

»Würden sie als nächstes?« »Naja, wenn’s sein muss. Hallo zusammen. Mir, em, fällt es relativ schwer vor so vielen Menschen zu sprechen, das können sie sich bestimmt vorstellen. Um ehrlich zu sein, war ich wohl schon immer eher der ruhige Typ.

Zellophan (Windmühlen, Kapitel 3)

Dienstag, den 11. März 2008

Sie klopfte an mein Fenster, so wie sie alle an mein Fenster klopften, wenn sie etwas brauchten. Doch die fremde Schönheit, die nun vor meiner Tür stand, brauchte keine Drogen. Sie klopfte aus einem anderen Grund. Sie brauchte Hilfe und ich ließ sie in die Wohnung. »Ich habe gehört, sie kennen Menschen«, sagte sie und [...]

Uschis Abenteuer: Eine kurze Anekdote über den Protagonisten zur Einführung des Lesers in die Geschichte (Windmühlen, Kapitel 2)

Freitag, den 29. Februar 2008

»Angenehm, Wolfgang Vogel«, stellte sich Herr Vogel bei Natalia, der Regisseurin, vor. Sie hatte seine Telefonnummer von einem gemeinsamen Freund bekommen, der ihr Herrn Vogel hatte empfehlen können. Er könne ihr helfen, sagte dieser gemeinsame Freund, denn mit Dramaturgie und insbesondere mit Dramatik kenne sich Herr Vogel aus. Dies verrate schon sein Hut.

Bogart (Windmühlen, Kapitel 1)

Freitag, den 29. Februar 2008

»Ich bin ein Felsen!«, sagte er, während er vor dem mit Aufklebern tapezierten Spiegel stand, »Ich bin eine Insel!«, fügte er hinzu. Ich stand vor dem Urinal und pisste.

Windmühlen – Vorwort

Freitag, den 29. Februar 2008

Verehrte Leserinnen und Leser, werte Zufallsgäste über Google (Geschlecht unwichtig), Sollte sie denn fertig gestellt werden, finden Sie unter diesem, »Windmühlen« genannten Label zukünftig ein überschaubares, in sich geschlossenes und vom restlichen Kontext dieser Seite überaus unabhängiges Litblog. Derartige Reihen haben bei der Brigade bereits eine kleine Tradition, mein erster diesbezüglicher Versuch tritt also ein [...]

I, 11 – Ein kleiner Exkurs

Donnerstag, den 26. April 2007

Was bisher geschah: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10. »Ich finde es toll, dass du ein Malzbier trinkst!«, ließ mich Sinje wissen, als ich mich mit einem Malzbier und 10 Stangen Lakritze am Bistrotisch neben ihr niederließ. Wer einmal Sinje in sein Leben gelassen hatte, war gezwungen, sich ihr Urteil über [...]

züge.

Mittwoch, den 18. April 2007

Wir fahren im Cabrio. Mit voller Geschwindigkeit. 300 Meter vor uns kreuzen Bahnschienen die Straße. Ich sehe den Zug, ein schwarzer, alter Zug, glänzend poliert in comichafter Anmut, doch aus massivem Stahl. An der Kreuzung gab es keine Schranken. Unser Auto ist nicht zu stoppen, und auch der Zug nicht. Wer wird schneller sein? Schaffen [...]