Die Brigade | blog-briga.de

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Archiv der Kategorie 'Windmühlen'

Apfelwein (Windmühlen, Kapitel 5)

Dienstag, den 25. März 2008

Ich hatte sie sofort erkannt. Das zierliche Gesicht, die tiefschwarzen Haare. Dazu ihr rotes Kleid, von dem ihr Mörder einen abgerissenen Fetzen mit Absicht oder ohne ins Paket gegeben hatte, als wolle er mich daran erinnern, wie wunderschön sie darin ausgesehen hatte. Hatte Anna geahnt, was sie erwartet? Hätte ich es wissen müssen?

Natalias Theater: Zur Ausgangslage einer irren Geschichte über lesbische Liebe und sinkende Schiffe (Windmühlen, Kapitel 4)

Montag, den 17. März 2008

Natalia war nicht zufrieden mit ihrem Theaterstück, sofern man bei diesem groben Entwurf tatsächlich von einem Theaterstück sprechen konnte. Aus Zeitgründen hatte sie bereits mit den Proben beginnen müssen, und das obwohl der Theatertext gerade halbfertig war und ihr Dramaturg vor kurzem das Weite gesucht hatte. »Ich wünschte, dieser Arsch wäre tot«, schimpfte Natalia auf [...]

Zellophan (Windmühlen, Kapitel 3)

Dienstag, den 11. März 2008

Sie klopfte an mein Fenster, so wie sie alle an mein Fenster klopften, wenn sie etwas brauchten. Doch die fremde Schönheit, die nun vor meiner Tür stand, brauchte keine Drogen. Sie klopfte aus einem anderen Grund. Sie brauchte Hilfe und ich ließ sie in die Wohnung. »Ich habe gehört, sie kennen Menschen«, sagte sie und [...]

Uschis Abenteuer: Eine kurze Anekdote über den Protagonisten zur Einführung des Lesers in die Geschichte (Windmühlen, Kapitel 2)

Freitag, den 29. Februar 2008

»Angenehm, Wolfgang Vogel«, stellte sich Herr Vogel bei Natalia, der Regisseurin, vor. Sie hatte seine Telefonnummer von einem gemeinsamen Freund bekommen, der ihr Herrn Vogel hatte empfehlen können. Er könne ihr helfen, sagte dieser gemeinsame Freund, denn mit Dramaturgie und insbesondere mit Dramatik kenne sich Herr Vogel aus. Dies verrate schon sein Hut.

Bogart (Windmühlen, Kapitel 1)

Freitag, den 29. Februar 2008

»Ich bin ein Felsen!«, sagte er, während er vor dem mit Aufklebern tapezierten Spiegel stand, »Ich bin eine Insel!«, fügte er hinzu. Ich stand vor dem Urinal und pisste.

Windmühlen – Vorwort

Freitag, den 29. Februar 2008

Verehrte Leserinnen und Leser, werte Zufallsgäste über Google (Geschlecht unwichtig), Sollte sie denn fertig gestellt werden, finden Sie unter diesem, »Windmühlen« genannten Label zukünftig ein überschaubares, in sich geschlossenes und vom restlichen Kontext dieser Seite überaus unabhängiges Litblog. Derartige Reihen haben bei der Brigade bereits eine kleine Tradition, mein erster diesbezüglicher Versuch tritt also ein [...]