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	<title>Die Brigade &#124; blog-briga.de &#187; The Kitchen Tapes</title>
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		<title>The Mamas And The Papas &#8211; 16 Of Their Greatest Hits (1970)</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 13:26:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herr vogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[The Kitchen Tapes]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#0187;Klingt gleich komplett anders. Mama Cass hat bestimmt gewusst, dass der Kevin da sterben muss und hat schonmal auf Moll gewechselt.&#0171;
Die Herren Trotz und Vogel nehmen wiedermal Platz am Wiener Küchentisch und hören alte Platten. Damit der Nachwelt diese wilde Kombination aus Irrsinn, Assoziationen, Kommentaren und Kritik erhalten bleibt, hat Lindsay Lohan wieder mitgeschrieben. Noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog-briga.de/content/uploads/2008/03/mamaspapas_brig.jpg" alt="mamaspapas_brig.jpg" /></p>
<p><em>&#0187;Klingt gleich komplett anders. Mama Cass hat bestimmt gewusst, dass der Kevin da sterben muss und hat schonmal auf Moll gewechselt.&#0171;</em></p>
<p>Die Herren Trotz und Vogel nehmen wiedermal Platz am Wiener Küchentisch und hören alte Platten. Damit der Nachwelt diese wilde Kombination aus Irrsinn, Assoziationen, Kommentaren und Kritik erhalten bleibt, hat Lindsay Lohan wieder mitgeschrieben. Noch immer unbekleidet.</p>
<p><span id="more-699"></span>&#8230;</p>
<p>Trotz: Was ist als nächstes?<br />
Vogel: Okay, ein Best-of, obwohl wir die ja eigentlich nicht nehmen wollten hierfür. Aber in Wiener Worten: „Is uns wurscht“.<br />
Trotz: Recht hast du. Ausserdem hab ich Best-Ofs galore.<br />
Vogel: The Mamas And The Papas &#8211; 16 Of Their Greatest Hits.<br />
Trotz: Also eigentlich alle Lieder, die sie je geschrieben haben.<br />
Vogel: Ich drück mal Play.</p>
<p>CALIFORNIA DREAMING<br />
Trotz: Ich mag die Gitarren. In Stereo!<br />
Vogel: Ich mag diesen aufgesetzten Hippiescheiß.<br />
Trotz: Und Big Mama Cass in der Leadstimme. Ausserdem: Nix da aufgesetzt! Die waren total real, baby!<br />
Vogel: Oh ja Stereo, ich hab die Frauenstimmen auf meiner Seite. Alles wie immer also. Real? Die waren genauso real wie der “If you’re going to San Francisco put flowers in your hair” Typ.<br />
Trotz: Mr. Tambourine Man spielt mit.<br />
Vogel: Oh, wie doppeldeutig. Nice!<br />
Trotz: ach.com<br />
Vogel: Ich kuck aufs Cover grad, die eine ist echt hübsch.<br />
Trotz: „On a Winters Day“. Meinst du die Korpulente?<br />
Vogel: Nee, die Sexy-gelangweilte. Ein Traum. Die durfte bestimmt nicht singen. Das durfte nur die Dicke.<br />
Trotz: Und der Rechte hat die Mutter aller Rotzbremsen am Start.</p>
<p>DEDICATED TO THE ONE I LOVE<br />
Vogel: Das Lied kenn ich nichtmal.<br />
Trotz: Zuviel Echo. Ich kenn das Lied auch nicht. Aber das hört sich mehr nach Fifties an. Dann kommt Sechziger-Dekonstruktion in der Männerstimme! Irgendwie Schunkelig, die Chose.<br />
Vogel: Ja, nett. Wie frühe Popmusik.<br />
Trotz: DAS IST FRÜHE POPMUSIK. Echt guter Song auch. Bis auf den Refrain.<br />
Vogel: Naja, ich weiß nicht. Ist doch bestimmt schon aus den Siebzigern. Was kaufst du auch für Platten, wo das nicht draufsteht!</p>
<p>I CALL YOUR NAME<br />
Vogel: Überhaupt: Schwer soulig grad.<br />
Trotz: 1965 bis 68 waren die Mütter und Väter unterwegs. Ich mag das Lied, wirklich.<br />
Vogel: Jetzt Beat. Du bist ja eh so ein Popper. Klar, dass dir das Lied gefällt.<br />
Trotz: Stimmt. Schuldig im Sinne der Anklage. Als Mama Cass‘ „Make Your Own Kind Of Music“ in der ersten Folge der zweiten Staffel LOST lief, hab ich mich fast bepisst vor Freude.<br />
Vogel: Ich dagegen hab ja heute eine Stunde Drowning Pool gehört. Frag nicht wieso.<br />
Trotz: Aber von LOST hast du ja auch keine Ahnung<br />
Vogel: Da bin ich ja auch fast ein bisschen stolz drauf.<br />
Trotz: Popkulturell hinterm Ofen verkrochen, oder was?<br />
Vogel: Kelche, die vorübergehen.<br />
Trotz: That Boy‘s an Indie-Cindy<br />
Vogel: Hadouken?<br />
Trotz: Jau. Die sind ja die heiße Scheiße dieses Jahr, meint der TazPopBlog. Sind die hinten an!<br />
Vogel: Die waren im letzten Jahr schon cool.<br />
Trotz: Wir fanden Hadouken! auch schon wieder blöd. So voran sind wir!<br />
Vogel: Wir haben im Votivpark rumgesessen und Bier getrunken.<br />
Trotz: Das war noch bevor wir unsere Liebe für Statuen entdeckt haben!<br />
Vogel: Und du so: Hadouken! hören.<br />
Trotz: „I Call Your Name“ ist dir doch bestimmt zu Country, oder?<br />
Vogel: Das Lied ist cool, ich denke deswegen kam ich grad auf die alten Geschichten.<br />
Trotz: Nostalgie galore!</p>
<p>CREEQUE ALLEY<br />
Vogel: Das da ist mir jetzt zu sehr Country.<br />
Trotz: Glückliche Zeiten: da waren offene Akkorde noch ohne Lagerfeuer erlaubt. Oh, hast du das gehört? Da wurde der eigene Name im Song gedroppt! Also war „Sincerely Thees Uhlmann“ doch gar keine originelle Idee!<br />
Vogel: Das ist so Fingerschnipp-Country. Jens Lekman hat das ja auch gemacht kürzlich. Mit dem Namedropping.<br />
Trotz: Toller Text, grad wurde „the wind in the wires“ gesungen. Ein Patrick Wolf-Verweis. In diesem Lied wurde 2005 vorausgesagt! Mama Cass, die Nostradame des Country-Pop!<br />
Vogel: Mit Patrick Wolf kenn ich mich nicht aus.<br />
Trotz: Obwohl ich dir zwei CDs von ihm geschenkt habe!<br />
Vogel: Drei sogar. Die Magic Position hab ich gehört, die anderen stehen noch auf meiner Liste, gleich neben Radiohead.<br />
Trotz: Deine Liste….<br />
Vogel: Den Umfang hat sie ja. Dementsprechende Weitsicht.<br />
Trotz: Apropos Umfang: Weisst du, woran Big Mama Cass gestorben ist?<br />
Vogel: Hat da Klosterman drüber geschrieben?</p>
<p>DANCING IN THE STREET<br />
Trotz: Kann mich nicht erinnern. Na, wie ist sie gestorben?<br />
Vogel: Den Elvis-Weg? Ist das jetzt politisch unkorrekt, wenn ich sowas vermute?<br />
Trotz: Nee, viel interessanter: Sie ist erstickt. An einem Sandwich! Kein Scheiß.<br />
Vogel: Direkt im Anschluss an zwei Live-Performances, les ich gerade.<br />
Trotz: Wie jetzt? Whackopedia nebenher?<br />
Vogel: Hat mich jetzt interessiert und ich dachte, ich könnte damit prahlen. Die Schreiben aber, dass sie einen Herzinfarkt hatte.</p>
<p><em>Der Brigaden-Recherche-Praktikant Kevin-Jonathan Fromm, der uns letzten Sommer als einziger Tokio Hotel Roadie mit Bartwuchs vergestellt wurde, und den wir den Kaulitz-Brothers nur unter wilden Androhungen unserer panmedialen Meinungsmacht abpressen konnten, wies uns hier darauf hin, dass Mama Cass Elliott im Schlaf an einem Herzinfarkt gestorben ist, und, obschon ein Sandwich zum Zeitpunkt ihres Todes halbgegessen anwesend war, es definitiv nichts mit ihrem Tod zu tun hatte. Interessanterweise starb The Who-Drummer Keith Moon vier Jahre später in der selben Wohnung wie Mama Cass. </em></p>
<p>Vogel: Dancing in the Street ist ja auch so ein Klassiker.<br />
Trotz: Wobei diese Version echt jazzig ist.<br />
Vogel: Jau, auch ein bisschen Stadion. Kann mir da gut den Springsteen mit Haarband vorstellen.<br />
Trotz: „Dancing in the Street“ auf dem Forest Gump Soundtrack ist von The 5th Dimension. Wobei: ist es garnicht.<br />
Vogel: Willst du jetzt mit Nerd-Wissen punkten?<br />
Trotz: Eigentlich schon. The 5th Dimension haben „Land of 1000 Dances/Aquarius“ gemacht.<br />
Vogel: Gefährliches Halbwissen ist ja ihr Spezialgebiet. „Dancing in the Street“ ist ein Motownsong im Original.<br />
Trotz: Ganz ohne Suckopedia?<br />
Vogel: Natürlich! Nur im Notfall.<br />
Trotz: Wir können ja auch einfach dieses Skypelog auf Weinerpedia Stellen. Mehr muss man eigentlich nicht wissen über dieses Album.<br />
Vogel: The Mamas &amp; The Papas haben ja echt nette Popmusik gemacht, aber umgehauen haben sie mich jetzt nicht.<br />
Trotz: Naja, da sind schon ein paar tolle Sachen dabei.<br />
Vogel: Ich google mal Bilder von der sexy-gelangweilten.<br />
Trotz: He! Keine Masturbation am Küchentisch! Das steht in der Hausordnung.<br />
Vogel: Gucken darf man! Hat Google einen Zeitfilter? Ich will von der keine Fotos auf denen sie älter ist als 30.</p>
<p>GO WHERE YOU WANNA GO<br />
Trotz: Sehr schöne Stimmen!<br />
Vogel: Da ist schon ein bisschen Abba drinnen, oder?<br />
Trotz: Also in Abba ist ein bisschen The Mamas &amp; The Papas drinnen.<br />
Vogel: Mein ich doch.<br />
Trotz: Irgendwie trotzdem schön. Trotz der Unmengen Kitsch, die von der Platte abspritzen.<br />
Vogel: Oh, die sexy-gelangweilte war mit Dennis Hopper verheiratet, genau eine Woche lang.<br />
Trotz: „Abspritzen“ ist viel zu sexuell konnotiert. Let me rephrase: heruntersiffen.<br />
Vogel: Triefen!<br />
Trotz: Triefen!</p>
<p>MY GIRL<br />
Trotz: My Girl. Beschissener Film. Aber ich habe geheult<br />
Vogel: Ich habe umgeschaltet.<br />
Trotz: Weil du Angst vor toten Kinderstars hast.<br />
Vogel: Der Kevin lebt doch noch!<br />
Trotz: Jaja, aber im Film war er tot. Wespenstiche.<br />
Vogel: Hast du mir gerade My Girl gespoilert?<br />
Trotz: Gespoilt, wenn dann. Zum Spoilern braucht man nen Manta, nen Akkuschrauber und nen Pott-Dialekt.<br />
Vogel: Toll. Ein ruiniertes Filmerlebnis mehr. Sag mal, kennst du The Sixth Sense?<br />
Trotz: Grad ham sie auf Moll gewechselt. Wie schön.<br />
Vogel: Find ich super.<br />
Trotz: Den Wechsel auf Moll gibt‘s im Original nicht.<br />
Vogel: Klingt gleich komplett anders. Mama Cass hat bestimmt gewusst, dass der Kevin da sterben muss und hat schonmal auf Moll gewechselt.<br />
Trotz: Ich glaub die sexy-distanzierte spielt nur Tambourin.<br />
Vogel: Mrs. Tambourine Man, ich find sie toll.</p>
<p>LOOK THROUGH MY WINDOW<br />
Trotz: Ist auch gecovert, glaub ich. Aber bei dem ganzen gecovere kennt sich ja keiner mehr aus.<br />
Vogel: Ich glaub ja, als die Abba erfunden haben dachten die sich: Wir müssen das machen wie The Mamas &amp; The Papas, nur ohne die Dicke. Und mit mehr Disco.<br />
Trotz: Haben sich die von Freaks &amp; Geeks auch gedacht.<br />
Vogel: Was, lassen wir die Dicke weg? Ich find das ja diskriminierend.<br />
Trotz: Nee, dafür gab‘s ja Seth Rogen. Ich meinte die haben sich auch mehr Disco gedacht.<br />
Vogel: Ich erinnere mich nicht. Erleuchte mich!<br />
Trotz: Die Folge heisst „Discos and Dragons“, Rogen und Franco wollen den Segel aus den Fittichen der Discobewegung befreien.<br />
Vogel: Also total Detroit Rock City. Ich dachte Segel, der Typ mit dem 30-Toms-Schlagzeug wäre mit der Cardellini zusammen in der Serie?<br />
Trotz: Nee, waren sie nur am Anfang. Aber er tanzt aus dem selben Grund wie alle Männer: Fellatio.<br />
Vogel: Also ich tanze, weil ich dabei unglaublich gut aussehe.</p>
<p>TWIST AND SHOUT<br />
Trotz: Das ist ja mal die untanzbarste Version von Twist and Shout aller Zeiten.<br />
Vogel: Wie kann man aus Twist and Shout einen derart deprimierenden Song machen? Also diese Version ist furchtbar.<br />
Trotz: Ich finde sie interessant<br />
Vogel: Ja, so debil-nett<br />
Trotz: Trotzdem. Wie kann man bitte die textuelle Tanzthematik derart untanzbar vertonen?<br />
Vogel: AntiklimaKtisch, irgendwie.</p>
<p>I SAW HER AGAIN<br />
Trotz: Also mir ist das Lied wurscht.<br />
Vogel: Klingt ein bisschen wie „Fox on the Run“ von The Sweet mit angezogener Handbremse. Das löst bei mir gerade das Cheers-Themesong-Gefühl aus. Where everybody knows your name und so.<br />
Trotz: You‘re fucking over-referenced, you are!<br />
Vogel: Ich muss doch auch mal ein Bisschen prollen, das mit The Sweet grad war zum Beispiel totaler Blödsinn. Das hab ich nur gesagt, weil du The Sweet nicht kennst.<br />
Trotz: Schweinesau! Tiefschlag in meine musikhistorischen Weichteile!</p>
<p>DREAM A LITTLE DREAM OF ME<br />
Trotz: Die Mutter aller The Mamas &amp; The Papa Schmonzetten.<br />
Vogel: Klassiker, juhu! Sowas will ich jeden Abend vor dem Einschlafen hören.<br />
Trotz: Ich will vor dem Einschlafen immer „Moon River“ hören.<br />
Vogel: Dauert dann auch garnicht lange mit dem Einschlafen.<br />
Trotz: Dieses Schlagzeug. Gehaucht. Und das Klavier klingt nach einem Saloon in Nevada, ca. 1886.<br />
Vogel: Ich glaub ich sitz vor dem falschen Lausprecher.<br />
Trotz: Nichts da, du bist taub vom Discotanzen zum Zwecke geschlechtlicher Freuden. Deswegen hab ich ja auch keinen Sex.<br />
Vogel: Aber du hast recht. Saloon, Menschen trinken Milch und Mama Cass räkelt sich auf dem Piano.<br />
Trotz: Ich muss kotzen.<br />
Vogel: Wegen Mama Cass im kleinen Roten auf einem Piano?<br />
Trotz: Nee, wegen der Milch. Ich bin Lactose-intolerant. Ich bin auch Arschloch-Intolerant. Beziehungsweise: das war ich. Letztendlich ist das aber nur in Selbsthass ausgeartet.</p>
<p>TRIP, STUMBLE AND FALL<br />
Vogel: Das mit der Lactose ist mir neu. Scheiß Hypochonder.<br />
Trotz: Also laut der aristothelischen Erzählmaus ist dieser Song die Peripetie. Retardierendes Moment und so. „Monday Monday“ ist dann die Katastrophe.</p>
<p>MONDAY MONDAY<br />
Vogel: Die sexy-gelangweilte Phillips ist übrigens die letzte Überlebende der Band.<br />
Trotz: Du schmachtest!<br />
Vogel: Ich schunkele.<br />
Trotz: Sexy und distanziert.<br />
Vogel: Klar: Mythos wahren.<br />
Trotz: Das Problem dieser Platte ist glaub ich, dass man über die Songs nicht viel sagen kann, nur über die Stimmen.<br />
Vogel: Ich glaub Mama Cass war eine große Inspiration für die Sängerin von The Gossip.<br />
Trotz: „Beth Ditto: Die Big Mama Cass des Indierock.” So eine Überschrift muss sich doch verkaufen lassen.</p>
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		<item>
		<title>Bruce Springsteen &#8211; Born To Run (1975)</title>
		<link>http://blog-briga.de/2008/02/bruce-springsteen-born-to-run-1975/</link>
		<comments>http://blog-briga.de/2008/02/bruce-springsteen-born-to-run-1975/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 13:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herr vogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[The Kitchen Tapes]]></category>
		<category><![CDATA[gehört]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#0187;Als ob noch nicht genug Pathos da gewesen wäre: jetzt kommen die Streicher&#0171;
Die Herren Trotz und Vogel nehmen Platz an einem Wiener Küchentisch und hören alte Platten. Damit der Nachwelt diese wilde Kombination aus Irrsinn, Assoziationen, Kommentaren und Kritik erhalten bleibt, baten sie die WG-Sekretärin Lindsay L., den Verlauf dieser Konversationen stenographisch festzuhalten. Natürlich unbekleidet.

Start: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog-briga.de/content/uploads/2008/02/springsteen_btr.jpg" alt="springsteen_btr.jpg" /></p>
<p><em>&#0187;Als ob noch nicht genug Pathos da gewesen wäre: jetzt kommen die Streicher&#0171;</em></p>
<p>Die Herren Trotz und Vogel nehmen Platz an einem Wiener Küchentisch und hören alte Platten. Damit der Nachwelt diese wilde Kombination aus Irrsinn, Assoziationen, Kommentaren und Kritik erhalten bleibt, baten sie die WG-Sekretärin Lindsay L., den Verlauf dieser Konversationen stenographisch festzuhalten. Natürlich unbekleidet.</p>
<p><span id="more-688"></span><br />
Start: 00:09 Uhr</p>
<p>THUNDER ROAD</p>
<p>Vogel: Dylan!<br />
Trotz: Voll!<br />
Vogel: Mundharmonika und so, geklaut! Das hör ich doch! Und von Elton John gleich mit!<br />
Trotz: Aber du Folk-Null schreist ja Dylan, sobald du ne Mundharmonika hörst.<br />
Vogel: Klar! Ich kenn doch sonst nix!<br />
Trotz: Aber er klaut bei den richtigen<br />
Vogel: Trotzdem: &#0187;Thunder Road&#0171; mag ich, ist auch der einzige Song, den ich von dem Album kenne.<br />
Trotz: Die Platte ist übrigens in grenzwertigem Zustand. Ich hab das Album seit fünf Jahren. Nie gehört. So ist das mit den meisten meiner Platten, immer nur die Hits hören. Also Springsteen klingt irgendwie schwedisch.<br />
Vogel: Hm.<br />
Trotz: Ich find schon. So Jens Lekman und so, bißchen Pathos.<br />
Vogel: Eben, Springsteen steht ja eigentlich für alles, was ich am weißen Rock hasse: Diese Posen.<br />
Trotz: Ja! Aber er hat den Drummer von der Conan O&#8217;Brien Show dabei! Und den Typen mit dem Tuch in den Haaren<br />
Vogel: Ja, ich glaub dieses Tuch muss man haben, um in seiner Band spielen zu dürfen. Die Musik ist halt echt okayer Stadionrock. Aber diese Posen!<br />
Trotz: Aber der Song ist gut, bis auf das 80ger Saxophonsolo.<br />
Vogel: Klassisch, der Springsteen konnte echt nicht ohne<br />
Trotz: Aber sag mal, wer ist eigentlich die Frau in der Band, die immer so Gitarre spielt, dass man sie nicht hört!<br />
Vogel: Quoten-Uschi! So heißt die glaub ich.<br />
Trotz: Ich glaub das ist seine Allde. Ohne die darf er nicht auf Tour.<br />
Vogel: Die bekam bei der Hochzeit erstmal ein Haartuch. &#0187;Cherry Darling&#0171; ist ja der einzige Song, der ich so wirklich von ihm mag.</p>
<p>TENTH AVENUE FREEZE-OUT</p>
<p>Trotz: Funky, schön<br />
Vogel: Bar-Piano auch am Start<br />
Trotz: Ich mag die Bläser. Also „Tenth Avenue Freeze-Out“ kann man auflegen. Wenn der Pathos grad nicht wäre<br />
Vogel: Das macht der ja immer.<br />
Trotz: Aber nur in der Stimme, nicht in der Musik.<br />
Vogel: Und jetzt das Sax. Wenn das nicht wäre, würd ich es glatt mögen<br />
Trotz: Die Bläser ziehen schön hoch. Das machen Bläser. Scheiß auf bpm. Spiel Bläser, wenn du Stimmung willlst. Hab ich seinerzeit vom großen DJ Dr. Jon Basel gelernt<br />
Vogel: Treibt auch nett gegen Ende<br />
Trotz: Das sind die Bläser<br />
Vogel: Schon aus. Sag an.</p>
<p>NIGHT</p>
<p>Trotz: Jetzt nervt mich das lucking Sax aber<br />
Vogel: Ich sag: Bruce, schmeiß das Saxophon raus!<br />
Trotz: Aber er hat das Album auch selber produziert! Da fehlte der Produzent, der sagt: „Hömma, Bruce, weniger Saxophon, du Nase!“<br />
Vogel: Ich find den Song grad echt mal völlig belanglos<br />
Trotz: Das da oben sollte übrigens „fucking Sax“ heißen. „Lucking“ ist so ein Wort, das es leider nicht gibt<br />
Vogel: &#0187;Lucking&#0171; könnte bedeuten, dass man gerade dabei ist, glücklich zu werden. Sexwise<br />
Trotz: Perverse Sau. Ich hab ja keinen Sex. Weil ich so ungern schwitze. Belangloser Song, hasse Recht.<br />
Vogel: Ein bisken Spocht würd dir aber mal gut tun<br />
Trotz: Vergiss es!</p>
<p>BACKSTREETS</p>
<p>Trotz: Sport ist für Masochisten. Mach ich nicht. Außerdem sagt das der Kerl, der vom Zwei-Meter-Couchtragen einen Muskelkater hatte<br />
Vogel: Ich sag ja nicht, dass ICH Sport treibe. Aber Dir würds gut tun. Ich dagegen seh von Natur aus gut aus (-&gt; ein Nils-Zitat übrigens). Schönes belangloses Piano da!<br />
Trotz: Zuviel Echo auf der Stimme. Macht mich krank.<br />
Vogel: Jetzt wird’s Stadion!<br />
Trotz: Stimmt.<br />
Vogel: So im Refrain, mit muchos Gepose vorgetragen.<br />
Trotz: Frage: Kann man auch Stadionrock machen, wenn man noch nicht in Stadien spielt?<br />
Vogel: Ja! Campus zum Beispiel, diese Münchner. Total Stadionrock, aber drei Leute im Stadion sehen halt auch scheiße aus.<br />
Trotz: Und so kleine Stadien gibt’s gar nicht. Den Killers wird ja immer Stadionrock unterstellt.<br />
Vogel: Ja, die Killers. Total stadion mittlerweile, wie auch The Bravery. Die sind ja nur noch kacke<br />
Trotz: Sagst du. Mir dagegen sind sie einfach wurscht. Aber ein neues Kooks-Album kommt im April. Und ich alter Popper freu mich drauf.<br />
Vogel: Ich hab die letzte platte ja damals rezensieren müssen. Freiwillig. Also freiwillig rezensieren müssen. Ich hab sie sogar drei mal gehört<br />
Trotz: Wen? Killers, Bravery oder Kooks?<br />
Vogel: The Bravery &#8211; The Sun and the Moon, oder so<br />
Trotz: Ich erinnere mich! Du fluchtest<br />
Vogel: Ist das noch immer &#0187;Backstreets&#0171;? Urlang. Aber jetzt sehr hymnisch. Der zielte doch nur aufs Stadion<br />
Trotz: Aber jetzt mal: Ich kann mir das vorstellen, in nem Stadion, während ich eine fette weiße Amerikanerin umarme. Screeeeeaaaammmmm!<br />
Vogel: Ja, und Bud-Bier ausm Plastikbecher. Danach geht’s zurück, den Acker bestellen<br />
Trotz: Also mir war das alles bis jetzt total überinstrumentiert. Zuviel Bling, zu wenig Substanz<br />
Vogel: Jau, überladen, zu wenig Fokus. „Thunder Road“ war der beste Song bisher<br />
Trotz: Aber bald kommt „Born to Run“!<br />
Vogel: Juhu, Pause.<br />
Trotz: Seite zwei? Seite zwei!<br />
Vogel: Juhu!<br />
Trotz: Juhu!</p>
<p>BORN TO RUN</p>
<p>Vogel: Fängt gut an<br />
Trotz: Topsong! Den hat Adam Green mal gecovert! War auch gut! Und die Sache mit den „Suicide Machines“ hatte glaub ich Einfluss auf Futurama!<br />
Vogel: Oh, erste Folge. Nice! … Doch, der Song passt.<br />
Trotz: „Strap your hands cross my engine” – Die Sau!<br />
Vogel: Da kommt er auch mit dem Sax davon<br />
Trotz: Was ein Song!<br />
Vogel: Ist auch nicht so überladen wie das Zeug Ende der A-Seite<br />
Trotz: Und seine Stimme in der Strophe ist echt cool<br />
Vogel: Jedes Mal, wenn wir jetzt eine B-Seite auflegen werd ich sagen: &#0187;Ich hatte ja mal eine Kolumne, die hieß so&#0171;<br />
Trotz: Hehe! Recht hast du<br />
Vogel: Ich schenk mal Wein nach, während Bruce gerade alles gibt.<br />
Trotz: Tu das, Judas<br />
Vogel: Also bitte, ich trink nur den, den du nicht haben willst. Aber zu Recht, ich merk das Kopfweh jetzt schon<br />
Trotz: Château de Migraine<br />
Vogel: Der schäumt wie Sau, ich glaub das ist Plörre.<br />
Trotz: Ein feiner Tropfen. Weine dürfen sprudeln. Aber er heißt einfach nur Weißwein aus Weißweinen.<br />
Vogel: Großes Finale grad!<br />
Trotz: Das ist kein Qualitätsmerkmal. Ich bleib beim Merlot. Wie der Schuster bei seinen Leisten<br />
Vogel: Ja. Bier ist ja aus<br />
Trotz: Großes Finale!<br />
Vogel: In der Not trinkt der Vogel Weißwein.</p>
<p>SHE&#8217;S THE ONE</p>
<p>Vogel: Du, ich glaub der hat das im leeren Stadion eingesungen<br />
Trotz: Das Keyboard geht gar nicht. Was soll das sein? Rockabilly? … Lach du nur, ich glaub der versucht das. Jetzt Funkgitarre?<br />
Vogel: Und das scheiß Sax schon wieder.<br />
Trotz: Hmmmmpf.<br />
Vogel: Ich hab mich schon gefragt, wo das bleibt.<br />
Trotz: Die Saxophonistin heißt Clarence Clemons. Leute mit Alliterationsnamen sind mir ja grundsätzlich unsympathisch.<br />
Vogel: Jau der ist schon gut, so technisch gesehen. Ist ein Kerl übrigens. Der Song ist zu lang, ca. 10 Minuten.<br />
Trotz: Ooooh, Stimmung!</p>
<p>MEETING ACROSS THE RIVER</p>
<p>Vogel: Ganz klassisch balladistisch sozusagen<br />
Trotz: Ich mag das Instrumentar hier. Sogar die Trompete ist okay. Aber vielleicht nur, weil der Trompeter tot ist.<br />
Vogel: Stimmt, das macht sie sympathisch<br />
Trotz: Dass der Tod des Handwerkers den Wert des Werkes erhöht, wird man auch im nächsten Batman sehen<br />
Vogel: Ach Heath, ich hab ihn gern gesehen. Kirsten Dunst haben sie ja heute auch eingeliefert. Oder sie sich wohl selbst, sternhagelvoll irgendwo in Utah.<br />
Trotz: Hab ich auch im Feed gelesen. Aber wenn Rehab, dann bitte im Winter in Utah. Naja, das Lied ist trotzdem pathetischer Rotz.<br />
Vogel: Jau, ich hätte mir die Platte nicht gekauft an deiner Stelle.<br />
Trotz: Als ob noch nicht genug Pathos da gewesen wäre: jetzt kommen die Streicher<br />
Vogel: Oh, da Elton-John-Piano wieder. Tiny Dancer, Mona Lisa &amp; Mad Hatters. Was auch immer.<br />
Trotz: Das kommt davon, wenn man auf dem Flohmarkt Platten kauft. Daher kommt auch meine umfassende Dire Straits Sammlung.<br />
Vogel: Mach ich aber auch. Talking Heads gefunden und J.J. Cale<br />
Trotz: Na schau, manchmal findet man tolle Sachen. Carpenters zum Bleistift<br />
Vogel: Aber vom Springsteen würde man ja auch denken: Oh, hier, Klassiker und so. Hätte ich wahrscheinlich auch gekauft für 5 Euro<br />
Trotz: Die Drums sind erstaunlich highlightfrei. Das ganze Album lang. Wo doch Max Weinberg so ein toller Drummer ist.<br />
Vogel: Jau, „dezent“ wäre nett gesagt<br />
Trotz: Fünf Euro? Ich hab zwei gezahlt, du Bonze!<br />
Vogel: Verschenkt der Springsteen seine Platten nicht auch mittlerweile mit einer Tageszeitung?<br />
Trotz: Irgendwer macht das. In England aber, nicht in den USA<br />
Vogel: Jau, irgendwer und die Eagles<br />
Trotz: Nichts gegen die Eagles! Meine Mutter hat von DREI separaten Menschen zu Weihnachten die neue Eagles geschenkt gekriegt<br />
Vogel: Wow, old habits die hard<br />
Trotz: Nichts da old habits. old people! Das ist noch Pop!<br />
Vogel: Meine Eltern hören ja keine neue Musik mehr. Nur ihre alten Platten. Aber die letzte von Santana, da wurde mal reingehört. Genau ein Mal glaub ich.<br />
Trotz: Meine Mutter kann ihre alten Platten nicht mehr hören. Die hab ich nämlich alle geklaut. Viel Scheiße dabei, sag ich dir.<br />
Vogel: Richtig so! Ich wollte ja auch Platten klauen, aber mir wurden Schläge angedroht.<br />
Trotz: Einmal hat mich meine Mutter geschüttelt. Ich hatte einen Schlafanzug an! Meine früheste Kindheitserinnerung.<br />
Vogel: Man muss sich diese Geschichte jetzt vorstellen, mit vollem Springsteen-Pathos untermalt.<br />
Trotz: Unbedingt! Ich mit Brille! Im Schlafanzug! Mit Autos drauf! Geschüttelt!<br />
Vogel: Ich hab mich mal auf die Brille meiner Schwester gesetzt, fällt mir dazu spontan ein. Nein, ich wurde ja nie geschlagen. Hätte mir aber sicher gut getan!<br />
Trotz: Ich kann, wenn du willst<br />
Vogel: Menschen, die Santana hören, schlagen glaub ich keine Kinder. Meine sind also auch sicher.<br />
Trotz: „Everything is Coming Our Way“ ist der beste Santana Songa aller Zeiten. Vielleicht. Das Lied ist aber jetzt super, eigentlich. Nur halt zu lang.<br />
Vogel: Ja, ziemlich genau um die Länge des Songs.<br />
Trotz: Aber die Pausen sind für dicke amerikanische Frauen, damit sie hüpfen und kreischen können<br />
Vogel: Ich will keine dicken Frauen hüpfen sehen.<br />
Trotz: Das war’s! Platte aus, kann man eigentlich einstampfen das Ding.<br />
Vogel: Als wär nix gewesen! Zwei gute Songs, das wars<br />
Trotz: Jupp. Und dafür reicht ne 7 Zoll Single.<br />
Vogel: Abschließende Worte vielleicht?<br />
Trotz: Ich hoff die nächste Platte wird besser</p>
<p>Ende: 00:56 Uhr</p>
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